Industrie 4.0: Mitbestimmen – mitgestalten

In dem Projekt „Industrie 4.0: Mitbestimmen – mitgestalten“ wird untersucht, wie die Digitalisierung der industriellen Produktion die dortige Arbeitswelt verändert und wie sich dieser Prozess insbesondere aus Arbeitnehmersicht mitbestimmen und mitgestalten lässt.

Mit Hilfe einer explorativen quantitativen Befragung werden unterschiedliche und für die industrielle Produktion relevante Veränderungen der Arbeitswelt (z. B. Wandel der Arbeitsbedingungen und Arbeitsformen, Flexibilisierungs- und Entgrenzungsprozesse) als mögliche Folgen der Einführung von Industrie 4.0-Szenarien untersucht.

Im Fokus der Studie stehen sowohl die laufenden als auch die erwarteten Veränderungen der Arbeitswelt. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Schwächung der Position der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im sozio-technischen Spannungsfeld, Technik-Organisation-Personal (TOP), vor allem hervorgerufen durch die starke Technikdominanz der den Diskurs um Industrie 4.0 dominierenden Szenarien. Gegenstand der Untersuchung sind bereits erfahrbare Veränderungen, aber auch die vermuteten Vorteile und Chancen für die Beschäftigten, die durch die Veränderungen der Arbeitswelt, wie z.B. vielfältigere und interessantere Tätigkeiten sowie mehr Entscheidungsautonomie, aber auch eine zunehmende Flexibilisierung der Arbeit, hervorgerufen werden. Gleichzeitig sollen aber auch die bereits erfahrbaren und vermuteten Risiken und Gefahren für die Beschäftigten, die im Kontext der Einführung von Industrie 4.0-Szenarien, wie z.B. zunehmender Rationalisierungsdruck, Verdichtung der Arbeit sowie zunehmende Überwachung der Beschäftigten, hervorgerufen werden, aus den unterschiedlichen Perspektiven der betrieblichen Interessengruppen empirisch analysiert werden.